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SUMMARY:Das Dilemma der jüdischen Flüchtlingshilfe
DESCRIPTION:Vortrag und Gespräch mit Barbara Häne\n​\nDer Verband Sch
 weizerischer Jüdischer Flüchtlingshilfen (VSJF\, bis 1943 Verband Schwei
 zerischer Israelitischer Armenpflegen\, VSIA) betreute auf dem Höhepunkt 
 seiner Tätigkeit im Frühjahr 1945 rund 10 000 jüdische Flüchtlinge fin
 anziell. Das Hilfswerk war aus dem Zusammenschluss der Fürsorgestellen ve
 rschiedener jüdischer Gemeinden in der Schweiz hervorgegangen und wurde 1
 934 vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG)\, der Dachorgani
 sation der jüdischen Gemeinden\, mit der Koordination der Flüchtlingsbet
 reuung beauftragt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deut
 schland sah sich der VSJF einer stetig wachsenden Zahl jüdischer Flüchtl
 inge gegenüber. Verschärft wurde die Situation durch das sogenannte Gent
 lemen’s Agreement von 1938 zwischen Vertretern der Eidgenössischen Frem
 denpolizei und des SIG\, das dem Schweizer Judentum weitreichende finanzie
 lle Verpflichtungen für die Betreuung der Geflüchteten auferlegte. Diese
  Zusagen\, die SIG-Präsident Saly Mayer und VSIA-Präsident Silvain S. Gu
 ggenheim unter grossem Druck eingegangen waren\, wogen schwer. Bereits vor
  den ersten grossen Flüchtlingswellen aus Österreich geriet die jüdisch
 e Flüchtlingshilfe in finanzielle Bedrängnis\, und eine Entspannung der 
 Lage war nicht in Sicht. Schon im März 1939 wurde von jüdischer Seite fe
 stgestellt\, dass sich die Zahl der erwerbstätigen Jüdinnen und Juden in
  der Schweiz bald mit jener der unterstützten Flüchtlinge die Waage halt
 en würde. Die Arbeit des VSJF war deshalb in hohem Mass auf die finanziel
 le Hilfe jüdischer Organisationen aus dem Ausland angewiesen\, allen vora
 n auf das American Jewish Joint Distribution Committee. Ebenso wichtig war
  die Mitarbeit zahlreicher Freiwilliger. Eine zentrale Figur dieses Engage
 ments war Otto H. Heim. Er arbeitete ab 1936 zunächst in der Fürsorgekom
 mission der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) und war zwischen 1
 943 und 1968 für den VSJF tätig\, den er ab 1945 präsidierte. Seine Fam
 ilie war im Textilhandel tätig und im bürgerlich geprägten jüdischen U
 mfeld Zürichs gut vernetzt. Otto H. Heim entwickelte sich rasch zu einer 
 Schlüsselfigur innerhalb des VSJF. Viele biografische Eckpunkte seiner He
 rkunft aus dem jüdischen Grossbürgertum decken sich mit jenen weiterer e
 influssreicher Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Vorstände von SIG und
  VSJF. Gleichzeitig arbeiteten zahlreiche jüdische Geflüchtete an der Ze
 ntralstelle des VSJF oder in den sogenannten Lokalkomitees der jüdischen 
 Flüchtlingshilfe vor Ort mit.\n \nDer Vortrag erläutert die Rolle der
  jüdischen Flüchtlingshilfe von 1935-1945 und in der Nachkriegszeit im S
 pannungsfeld von humanitärer Hilfe für Verfolgte\, politischem Druck und
  begrenzten Ressourcen.\n\nDer Vortrag findet im Göttersaal in der Pres
 tegg statt.\n\nCHF 12
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